Eine Schwangerschaft und Geburt sind ganz besondere Ereignisse im Leben junger Paare. Durch eine gemeinsame Vorbereitung und eine liebevolle Begleitung, können Eltern eine wunderbare Zeit miteinander erleben und gemeinsam ihr Baby Willkommen heißen.

 
Wie ist die Erfahrung der Eltern, die einen HypnoBirthing Kurs besucht haben? 

Ich bekomme von fast allen Paaren, die ich begleiten durfte, einen Geburtsbericht. Jedes Mal, wenn ich die frohe Nachricht über die Geburt eines Babys lese, freue ich mich.
Um Dir einen kleinen Einblick in die Welt von HypnoBirthing-Eltern zu verschaffen, habe ich einen Kurs- und Geburtsbericht herausgesucht. Warum gerade dieser Bericht? Die Erzählungen von Nicole spiegeln die Kurs- und Geburtserfahrungen der meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr gut wieder. Es ist viel interessanter und wichtiger, wie Eltern den Kurs und die Geburt wirklich erleben, als die Aufzählung der möglichen Vorteile von HypnoBirthing

Nicole berichtet in einer E-Mail über ihr Erleben während des Kurses und der Geburt(en):
„Im Sommer 2015 wurden wir durch eine Internetrecherche zu diesem Thema dann auf HypnoBirthing und letztendlich auch auf dich aufmerksam. Auf deiner Internetseite wurden wir gleich gut informiert und nachdem mein Mann und ich die Geburtsvideos gesehen hatten war schnell klar, DAS MÖCHTEN WIR AUCH SO HABEN.
Also besuchten wir deinen Kurs im Sommer 2015. Der Erstkontakt zu dir und auch der Kurs selber waren wundervoll. Wir haben uns sofort gut aufgehoben und verstanden gefühlt. Auf alle Fragen wurde eingegangen und letztendlich fanden wir im Kurs sogar sehr gute Freunde. Durch deinen Kurs positiv vorbereitet gingen wir wieder voller Optimismus an die die bevorstehende Geburt heran.“

 
Die erste Geburtserfahrung von Nicole… Mats kommt zur Welt

„Mein Sohn Mats wurde am 30.09.15 innerhalb von 5,5 Stunden geboren. Durch die erlernten Techniken erlebte ich die Geburt als etwas Wundervolles. Auch wenn es eine sehr intensive Phase gab, waren die „Schmerzen“ erträglich und durch die Atemtechniken sehr gut zu bewältigen. Schmerzmittel waren somit überflüssig. Geburtsverletzungen erlitt ich keine, wohl auch, weil mein Sohn alle Zeit der Welt hatte sich seinen Weg auf die Welt zu bahnen. Durch die Atmung hatte er trotz der langen Endphase immer genug Sauerstoff, was selbst die Hebammen sehr beeindruckend fanden. 
Nach der Geburt war in schnell wieder fit…nein, eigentlich fühlte ich mich nie wirklich schwach. So war es möglich die ersten Minuten sehr bewusst und intensiv wahrzunehmen. Durch meine Liste zur Geburtsplanung waren zudem alle weiteren „Formalitäten“, wie die Bondingphase, was passiert mit der Plazenta?, Nabelschnur usw. geregelt, so dass wir wirklich einfach nur genießen konnten. Mats war seit seiner Geburt ein ausgeglichenes, ruhiges und entspanntes Kind. Auch das schreiben wir der entspannten Geburt zu.“

 
Wieder Schwanger… Vorbereitung auf die nächste Geburt

„Als wir im Sommer 2016 von meiner erneuten Schwangerschaft erfuhren war gleich klar, dass wir auch unser zweites Kind mit der HypnoBirthing-Technik zur Welt bringen wollten. Diesmal buchten wir bei Betül eine Auffrischungstunde. Wir bekamen nochmal das Wichtigste kompakt erklärt. Bei diesem Termin erfreute uns besonders die Flexibilität von Betül. Die Stunde war perfekt auf unsere Bedürfnisse und Wünsche ausgerichtet.“

 
Die Geburt von Lynn

„Am 19.03.17 erblickte unsere Tochter Lynn nach 2:46 Stunden das Licht der Welt. Auch diesmal waren weder Schmerzmittel nötig, noch erlitt ich eine Geburtsverletzung. Die Geburt war wundervoll auch wenn durch die Schnelligkeit etwas am Fakten „Genießen“ verloren ging. Ich fühlte mich wie beim der vorherigen Geburt fit und könnte die Ankunft der Kleinen klar und wach wahrnehmen.“

 
Nicole´s Fazit

„Für uns war der Kurs und die erlernte Technik das BESTE, das uns passieren konnte. Die Geburt eines neuen Lebens ist ein wundervoller und bewegender Moment und ich bin froh und glücklich dies durch HypnoBirthing auch so in Erinnerung behalten zu dürfen. Ich weiss, dass nicht jedes Paar solch ein Glück haben kann. Dafür sind Geburten zu einzigartig. Aber ich kann jedem Paar nur raten es zu versuchen, denn solch eine Erfahrung macht man nur selten im Leben. Betül ist dabei die beste Begleitung, die man sich wünschen kann. Bei Baby Nummer 3 sehen wir uns bestimmt wieder :-)“

 
Nicole schreibt an ihre Kinder: „So war deine Geburt“

Die Geburt von Mats: 

„Der errrechnet Geburtstermin von dir war der 25.09.15. Da sich der kleine Mann nicht rechtzeitig auf den Weg gemacht hatte, musste ich nun alle zwei Tage im Krankenhaus (MarienKrankenhaus in Frankfurt) vorstellig werden. Dort wurde immer eine CTG Untersuchung vorgenommen um zu schauen, ob es dir gut geht.
Am Sonntag den 27.09. hatte ich wieder eine solche Untersuchung. Meine Mum begleitet mich zu diesem Termin. Leider waren bei diesem Termin leichte Unregelmäßigkeiten im CTG zu finden. Deshalb blieb ich von da an im Krankenhaus.
Ich hatte mich am Dienstag Abend ins Bett gelegt, schaute gerade einen Film und wartete auf deinen Dad.Als ich mich mit meinem Bauch im Bett umher kugelte, hörte ich plötzlich ein Knacksen. Ich dachte, dass ich mir bestimmt einen Wirbel ausgerenkt habe. Ich stand auf um den möglichen Schmerz zu lokalisieren…. Und dann geschah es. Ein Schwall an Fruchtwasser lief mir die Beine hinunter auf den Boden und bildete eine mega Pfütze. Ich lief auf den Flur und rief eine Krankenschwester.
„Hallo?“
„Ja?“
„Könnten sie mir vielleicht etwas zum putzen bringen?“
„Warum?“ 
„Ich glaub meine Fruchtblase hat sich geöffnet.“
Dein Papa, der mittlerweile da war, und ich wurden dann in den Kreissaal gebeten um ein CTG zu machen. Jedoch waren noch keine Wellen zu sehen. Die Krankenschwester sagte, dass ich mich nochmal hinlegen sollte um zu schlafen. Ich bräuchte die Kräfte, es ginge bald los. Also gingen Daddy und ich zurück in unser Zimmer, duschten und legten uns zusammen ins Bett.
„Gegen 1 Uhr wachte ich erstmals durch eine Wellen auf. Die Wellen waren nicht schlimm, so dass ich immer mal wieder einschlummerte. Richtig los ging es dann gegen 3:00h. Ich begann mit der HypnoBirthing Atmung, um die Wellen zu veratmen. Daddy war nun auch wach und unterstützte mich. Wir hörten Musik und tanzen dabei. Zwischen drin holte dein Dad mir eine Wärmflasche aus dem Kreissaal und fragte wann wir kommen sollten. 
Als die Wellen nun alle vier Minuten kamen, machten wir uns auf den Weg in den Kreissaal. Dort wurde nochmal mittels CTG geschaut, ob es dir gut geht und ob der Muttermund geöffnet war. Dieser hatte sich bereits 5 cm geöffnet und alles war in bester Ordnung. Die zu diesem Zeitpunkt anwesende Hebamme fragte nun, was wir machen wollen. Ich wollte dich gerne im Wasser zur Welt bringen. Deshalb bereitete die Hebamme die Geburtswanne vor und wir machten uns auf den Weg in Wasser. Dort angekommen waren die ersten Minuten im Wasser wundervoll. Doch plötzlich begannen die Wellen zu intensiv zu werden. Ich konnte Sie nicht mehr richtig veratmen. Die Hebamme sollte kommen. Ich entschied mich aus der Wanne rauszugehen und ging in den Vierfüßlerstand. Dadurch spürte ich nicht mehr so viel Druck und es ging mir viel besser.
Jana kontrollierte nochmals den Muttermund und sagte, dass er nun vollständig geöffnet sei und es jetzt losgehen würde. Wie es geht los? OK, dann konzentrieren und atmen. Zunächst stand ich noch einen Moment um dich schneller nach „unten“ zu bekommen. Irgendwann wurde dies jedoch sehr anstrengend. Daddy massierte brav meinen Rücken, streichelte mich und gab mir Kraft. Gesagt hatte er schon lange nichts mehr. Die Geburtswellen kamen dann im liegen. Ich lag auf der Seite und Jana hatte mein rechtes Bein über ihre Schulter geschwungen. Die Schlussphase dauerte lang. Es war sehr anstrengend aber ich hatte keine Schmerzen. Später beschrieb ich diese Phase wie ein „funktionieren“. Dann aber kam endlich das Köpfchen und zwei Wellen später kam der Rest von deinem kleinen Körper auf die Welt. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Jana legte dich sofort auf meinen Bauch und du hast dich in meinen Arm gekuschelt und begonnen an meiner Brust zu trinken. Du warst so friedlich. Einen Schrei gab es nicht. Es war völlig unwirklich. Ich sah dein Gesicht und weinte vor Glück. Du warst wunderschön und ich konnte es nicht glauben, dass ich es geschafft hatte. Um 8:12 h wurdest du mit einem Gewicht von 3.750 g und einer Größe von 51 cm geboren. Nachdem die Plazenta geboren war (die dein Dad unbedingt sehen wollte) kam der große Hunger. Als Jana Frühstück erwähnte, begann innerhalb von Sekunden mein Magen zu knurren. Gut das Daddy gestern Abend Pizza bestellt hatte. Eine davon (Pizza Hawaii) wurde nun von mir gierig vernichtet. Der Arzt schaute nun noch kurz ob mir mir alles in Ordnung war. Ich musste nicht genäht werden. Im Anschluss wurden wir wie gewünscht mit dir alleine gelassen. Es war so schön dich im Arm zu halten und mit dir zu kuscheln. Daddy rief in dieser Zeit deinen Opa und deine Oma an und berichtete von deiner Geburt. Wir nahmen erste Bilder auf und schickten Nachrichten an unsere Freunde. Nach ca. zwei Std. kam der Kinderarzt und die erste Vorsorgeuntersuchung U1 wurde gemacht. Daddy und ich wussten bis dahin noch nicht wie schwer und groß du bist. Wie beide gaben dann Tipps ab und deine Mummy lag näher dran. Zwischenzeitlich musste ich noch kurz aufstehen, um meinen Kreislauf in Schwung zu bringen. Als uns versichert wurde, dass du fit und gesund bist, wurden wir von Jana auf unser Zimmer gebracht. Es war alles so aufregend und spannend. Ich war so glücklich!!! Nie zuvor hatte ich ein solches Gefühl erleben dürfen!“

Die Geburt von Lynn: 

„Dein errechneter Geburtstermin war der 20.03.2017. Am Morgen des 19.03.17 wurde ich von deinem Bruder um 6.45 h geweckt. Als ich mich zum Aufstehen umdrehte bemerkte ich, dass ich in einer Pfütze lag. Och nee, dachte ich mir!
Ich vermutete, dass sich die Fruchtblase geöffnet haben muss. Sicher war ich mir jedoch nicht. Also ruf ich um 7h im Kreissaal des Marinenkrankenhauses an. Die nette Hebamme sagte mir, dass ich gerne kommen könne, um alles kontrollieren zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine einzige Welle gehabt. Also stiegen dein Dad und ich nochmal unter die Dusche, machten deinen Bruder fertig und übergaben ihn an Oma. Auf der Fahrt ins Krankenhaus setzten dann die Wellen ein. Schnell waren die Abstände bei 5 Minuten und die Dauer der Wellen wurden länger. Durch die HypnoBirthing Atmung war aber nicht wirklich was zu spüren und ich fühlte mich top fit. Um 8.15 h betraten wir das Krankenhaus. Im Kreissaal angekommen wurde ich zunächst an das CTG angeschlossen. Auf dem CTG sahen die Wellen irgendwie so „klein“ aus. Die Hebamme tastete meinen Muttermund….2 cm…und machte einen Schnelltest wegen des Fruchtwassers. Der Schnelltest war negativ. Die Hebamme beruhigte mich aber und schlug eine ärztliche Untersuchung vor. Die Wellen, die mich im Untersuchungszimmer ereilten, waren intensiv. Dies verunsicherte mich ein wenig. Muttermund nur 2 cm auf, kein Fruchtwasser, CTG nicht wirklich ein Ausschlag zu sehen…hmmm… täuschte ich mich so in mir selbst? Die Ärztin bat uns zurück in den Kreissaal zu laufen. Dort könnten wir ja mal in Ruhe die Aufnahmepapiere ausfüllen und noch ein CTG schreiben lassen. Wäre dies wie das vorherige könnten wir nochmal gehen. BITTE WAS? Die Ärztin verließ das Zimmer und ging vor.
Ich sagte zu deinem Dad, dass wir nirgendwo hingehen und wenn ich auf der Wartebank im Flur bleiben würde.
Ich wollte vom Untersuchungstisch aufstehen aber bei jedem Versuch kam eine Welle…wieder und wieder. Ich sagte zu deinem Dad: Ruf mit deinem Handy im Kreissaal an. Ich kann da nicht mehr hinlaufen. 
Ich verspürte den selben Druck wie bei dem Bruder damals. Ich erinnerte mich was meine Hebamme damals mit mir gemacht hatte. Vierfüßlerstand und Kopf nach unten. Dies tat ich auch und verspürte eine wohltuende Erleichterung. Die Hebamme war mittlerweile mit dem Rollstuhl aus dem Kreissaal heran geeilt, so dass ich aus der schönen Position wieder ins Stehen und ins Sitzen kommen musste. Dies war sehr unschön und der Druck wurde sehr sehr stark. Wir fuhren in den Kreissaal. Dort angekommen, zog mir dein Dad schnell die Hose aus. Die Hebamme tastete kurz und sagte: der Muttermund ist fast vollständig geöffnet. Wie? Eben waren es doch nur 2 cm! 
Ich war kurzfristig etwas überfordert. Dank der Hebamme und deinem Dad dauerte dieser Zustand nur eine Millisekunde. Danach begann ich wieder nach HypnoBirthing zu atmen. Diesmal ging alles ganz schnell und du warst nach nur zwei Wellen auf der Welt. Ich öffnete die Augen und die Hebamme hielt dich in Ihren Händen. Ich begann zu weinen. Um 9.46 kamst du mit einem Gewicht von 3450 Gramm und 54 cm zur Welt. Nun brachte sie dich ganz nah zu uns. Ein Geheimnis war zu lüften. 40 Wochen hatten wir nicht gewusst, ob du ein Junge oder ein Mädchen wirst. Dein Dad und ich hatten uns ganz bewusst dafür entschieden. Genau diesen Moment, der uns jetzt bevor stand, hatten wir uns Monate lang ausgemalt. Wie würde es wohl sein? Die Hebamme spreizte deine Beinchen. Ein Mädchen? Aus irgendwelchen Gründen hatten wir dies irgendwie ausgeschlossen. Schließlich gibt es wie du weißt in unseren Familien keine Mädchen. Umso glücklicher waren wir und erneut liefen die Tränen. Wie bei deinem Bruder hatten wir uns eine ganz lange Bondingphase gewünscht. Dieser Wunsch wurde uns wieder erfüllt. Deine Geburt war wundervoll.“

 
Vielen Dank liebe Nicole, dass Du uns an deinen ganz besonderen Momenten hast teilhaben lassen!